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Schweineöde - Rezensionen

"Ein ebenso einmaliges wie merkwürdiges Stück Literatur. Bei der Suche und Sucht nach Vergangenheit eine glänzend bewältigte Gratwanderung." Frauke Kaberka, dpa

 

"Weil es in Schöneweide nur sehr kleine Abenteuer zu bestehen gibt, sucht sich Kuballa eine Beschäftigung als selbst ernannter Super-Stasispitzel. Doch was für einen Wessi skandalös ist, erscheint dem Ossi eher normal. Und so vergeht Kuballa nach einiger Zeit die Lust am Stasi-Dasein und es verlangt ihm nach neuen Identitäten. Was läge näher, als von nun an als überidentifiziertes Oper seiner Stasi-Methoden aufzutreten. Welch genüsslicher Zustand, dessen Möglichkeiten sich nicht nur Kuballa, sondern auch den Lesern dieses kurzweiligen Romans von Carsten Otte erschließen." Andreas Ahlemann, Mannheimer Morgen

 

"Mit Schweineöde legt Otte einen Kolportageroman vor, voll von Spionage und Geheimniskrämerei. Allerdings ist der jugendliche Protagonist bloß auf Gespensterjagd. Denn Raimund W. Kuballa huldigt einer morbiden Ostalgie mit den zynischen Waffen des Westens. Als Parasit nistet sich dieser neoromantische Taugenichts in einer baufälligen Altbauwohnung ein, um aus der Geisterwelt der ehemaligen DDR neue Lebensgeister zu ziehen." Andreas Rosenfelder, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

"Ein Wenderoman, der sich abhebt von den üblichen Berichten und Bekenntnissen über die Schwierigkeiten des Zusammenwachsens von Ost und West. Lesenswert." Leipziger Volkszeitung

 

"Das ist schon erstaunlich, was sich Debütant Carsten Otte da für seine Parodie ausgedacht hat. Mit seinem Kuballa entwickelt er einen völlig unsentimentalen und rotzfrechen Blick auf die deutsch-deutsche Befindlichkeit in den neunziger Jahren." Kölner Illustrierte

 

"Eine wunderbare Polit-Kriminal-Liebesgeschichte" Andreas Gerk, HR2 Mikado

 

"Dem Jungautor ist mit seinem Debüt eine zynische, eigenwillige und ziemlich amüsante Diagnose deutsch-deutscher Befindlichkeiten gelungen." Sybille Reitenbach, Szene Hamburg

 

"Vom belustigten, interessierten Entdecker wandelt sich Kuballa über die Jahre zum Ost-Experten auf Weltniveau. Dazu wird er vom Erzähler in ein schönes Ensemble von Charakteren und verwirrenden Vorkommnissen verstrickt, ein Kriminalfall mit ungutem Ausgang entwickelt seinen verhängnisvollen Sog, Ostwest-Themen werden zahlreich und mit dem nötigen Unernst duchexerziert, und das Ganze liest sich possierlich weg." Oliver Maria Schmitt, Konkret

 

"Ironisch und grotesk erscheint Ottes Gesellschaftsportrait. Im Gegensatz zu den jungen Talenten des Zonenkindergartens setzt er auf singuläre Lebensläufe, liebevoll und manchmal auch überzeichnete Charaktere, die sich tapfer durch das Nachwendechaos kämpfen." Ralph Gerstenberg, Berliner tip-Magazin

 

"Der Osten, so könnte der Leser lernen, schadet der Gesundheit. Doch zum Glück hat Carsten Otte gar keine Botschaft. Er hat einfach nur gute, komische, politisch-unkorrekte Einfälle und eine in ihrem Schwachsinn starke Hauptfigur. Wer Brussig durch hat, findet hier frisches Futter."Rheinischer Merkur

 

"Man liest den Roman immer gerne. Vor allem sein Witz ist beträchtlich. Am Schluß ist man in Oberschöneweide so zu Hause, wie man nur in einer Schweineöde und nicht ganz so in einem Bonn Bad Godesberger Luxusrestaurant zu Hause sein kann." Ludger Lütkehaus, SWR 2

 

"Ein herrlich schräger Berlin-Movie aus Worten." Bolero

 

"Schrullige Satire auf den hippen Ostzonenhype." Allegra

 

"Ottes Roman ist bizarr und boshaft, aber niemals langweilig."SuperIllu

 

"Zynischer und schlauer deutsch-deutscher Entwicklungsroman." GQ

 

"Eine nachdenkliche Groteske, die ironisch, den Staub hüben und drüben aufwirbelt." NDR Kultur

 

"Freche Parodie auf sentimentale und nostalgische Wenderomane."Welt am Sonntag

 

"Spannend, nicht öde." Neues Deutschland

 

"Auch so läßt sich vom Zusammenwachsen von Ost und West und der Entstehung blühender Landschaften erzählen. Otte tut dies mit dem nötigen Schuss Humor, mit manchmal bitterem Sarkasmus und feiner Ironie, dass der Leser nie ganz sicher sein kann, was nun wirklich ernst gemeint ist. Eine witzige Geschichte, zu empfehlen." Wilfried Funke, Buchprofile

 

"Ein Debüt, das Lust auf mehr macht." Wolfgang A. Niemann, Buchrezensionen-Online

 

"Von Ödnis keine Spur, dafür Amüsement satt."Saarbrücker Zeitung

 

"Muß man lesen." Radio Eins

 

"Carsten Ottes Aussteigerroman laviert gekonnt zwischen diesen mythischen DDR-Wiedervereinigungsklischees herum und zeigt im vollen Kontrast jene skurrilen Nonsensflecken auf, die unter frischer Staatstünche meist schleichend durchnässen."

Helmuth Schönauer, Lesen in Tirol

 

Produktion: flamme rouge gmbh // © Carsten Otte