www.carsten-otte.com
carsten otte radio buch kurzprosa essays veranstaltungen vita kontakt
«««

Carsten Otte

Goodbye Auto!

Ein Leben ohne Führerschein

Sachbuch

Cover

Was früher selten vorkam, wird immer häufiger: Ein Leben ohne Führerschein. Die einen können sich ein Auto trotz Abwrackprämie und vorübergehender Steuerbefreiung nicht leisten. Die anderen wollen, dem Klimawandel sei dank, auf das stinkende Gefährt aus ökologischen Gründen verzichten. Das Auto wird zum Auslaufmodell. Was nicht heißt, daß es in Zukunft keine schicken Personenkraftwagen mit vier Rädern geben wird. Eines Tages werden uns kleine Rollroboter mit geräuschlosem Öko-Motor sicher über die Straßen lenken. Mögen Sturköpfe zukünftig noch im Monsterauto sitzen und selber Gas geben wollen, weil´s im rechten Fuß oder sonstwo zuckt, der Automobilismus des 20. Jahrhunderts, Ausdruck groß- und spießbürgerlicher Freiheitseinbildungen, wirkt längst antiquiert. Tödliche Unfälle, kilometerlange Staus und Parkplatzsuche – über die unzivilisierte Autowelt werden sich kommende Generationen nur noch wundern.

 

Carsten Otte war in dieser Hinsicht unbeabsichtigt Avantgarde: Er hat sich nie um eine Fahrerlaubnis bemüht. Nach 36 Lebensjahren verabschiedet er sich mit diesem Buch endgültig von der Vorstellung, den Lappen doch noch zu machen. In Goodbye Auto erzählt er kurze Geschichten seines mal komischen, mal anstrengenden Lebens ohne Führerschein.

 

"Amüsant und selbstironisch", NDR Kultur

 

Goldmann Verlag, München 2009, 352 S.

Carsten Otte
Sanfte Illusionen
Roman

Coverabbildung von "Sanfte Illusionen". Für größeres Bild bitte klicken!

Arnd liefert zwei Groschenhefte im Monat. Als die Roman-Reihe eingestellt wird, schreibt er die Geschichte seines Freundes Benjamin auf. Der verliebt sich in Blumenhändlerin Tamara, will aber Ehefrau Wiebke nicht verlassen. Arnd erzählt das Liebesdrama als Portrait einer kurstädtischen Klassengesellschaft: Der herzkranke Kellner Jost kämpft, ohne auf die Gesundheit zu achten, um seinen Job im eleganten Parkhotel. Isabelle, Gattin eines Kunstsammlers, engagiert sich als Mäzenin der Einzelhändler. Tamara wehrt sich gegen die Hilfe der reichen und einsamen Gönnerin. Aber erst als sie sich von ihren Vorurteilen zu lösen beginnt, findet sie einen Weg in die Nische ihres Glücks.

Mit leiser Ironie auch in lauten Szenen, mit einer Sprache, die sich an die großen und kleinen Helden des Romans anschmiegt, erzählt Carsten Otte vom immergrünen Charme der Bourgeoisie.

 

"Geradezu hemmungslos unterhaltsam", SZ


Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2007, 370 S.

Carsten Otte
Schweineöde
Roman
Coverabbildung von "Schweineöde". Für größeres Bild bitte klicken!

Der junge Kuballa aus Bonn zieht direkt nach der Wende in den Ostberliner Arbeiterbezirk Oberschöneweide, im Volksmund  treffend Schweineöde genannt. Gelangweilt von den Genüssen des elterlichen Nobelrestaurants begreift er die Ex-DDR als Abenteuerspielplatz. Seine Haltung ist eine Provokation für die Leute in Schweineöde, die mit der Verwahrlosung ihres Kiezes zu kämpfen haben. Kuballa bleibt fast ein Jahrzehnt und leistet seinen Beitrag zur Wiedervereinigung, indem er die ehemalige Thälmannpionierin Jana verführt, seinen Nebenbuhler in den Knast bringt und die lokale Mittelstandsvereinigung zur Lynchjustiz treibt. Die deutsch-deutsche Annäherung wird schließlich zum Horrortrip: Kuballa verfällt einem grotesken Wahn. Er hält sich für den größten Stasispitzel aller Zeiten, überwacht seine Nachbarn, kontrolliert deren Post und macht ihnen, gemäß dem historischen Vorbild, das Leben zur Hölle. Ein literarischer Amoklauf gegen Ostkitsch und gefühlsduselige Wenderomane.

 

"Durchaus überzeugend", FAZ


Eichborn Verlag, Frankfurt a.M. 2004, 260 S.

Produktion: flamme rouge gmbh // © Carsten Otte