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Rezensionen - Goodbye Auto

 

"Otte hat einen Abgesang aufs Automobil verfasst, der eigentlich eine Abwrackprämie verdient."

taz, Michael Ringel

 

"Was das Buch so lesenswert macht, sind die vielen Episoden rund ums Auto, die alle möglichen und unmöglichen Bereiche des Lebens tangieren: ein idiotischer Idiotentest zum Beispiel der ein Adorno lesender Polizist, der den betrunkenen Radfahrer Carsten Otte den ersten Satz der Negativen Dialektik zitieren lässt. Völlig absurd, aber wahr, solche autoindustrieellen 'Innovationen' wie Schlammspray, damit ein frisch gewaschener Geländewagen nicht so geleckt, sondern zünftig aussieht. Im Gegensatz dazu nimmt er Autowaschzeremonien und
andere Macken so mancher Spießer aufs Korn.

Bei allem Unterhaltungswert aber macht das Buch auch nachdenklich. Denn Otte hat gut recherchiert und würzt seine Kapitel mit knallharten Fakten: über Verkehrstote, über Gewinne, Gewinner und Verlierer, über Umwelt- und andere Schäden, über ernsthafte oder ausgeklammerte Vergangenheitsbewältigung mancher Autokonzerne und auch über die Grenzen der Autoindustrie weltweit. Ist Otte deshalb ein Fantast? Ganz sicher nicht. Nur einer, der sich Gedanken macht über das Phänomen Auto und seinen Einfluss auf Leben und Umwelt."

Saarbrücker Zeitung, Frauke Kaberka

 

"Die Autokrise als Chance für einen Wandel? Ein Wandel, aus dem die Minderheit der Autolosen als Trendsetter hervorgehen wird? Eine kühne These. Das weiß auch Otte, der keineswegs behauptet, dass es ohne eigenes Auto immer leicht ist. Aber er ist zuversichtlich, denn er weiß, wovon er spricht. Seinen Erfahrungen und Abenteuern gibt er Beobachtungen und Analysen bei, die 'Goodbye Auto' zu mehr als einer bloßen Anekdotensammlung macht."

3sat Kulturzeit, Rayk Wieland

 

"Otte erzählt von seinen Reisen, Begegnungen und skurrilen Situationen auf höchst amüsante Art und Weise, und er tritt den Bweis an, daß Hubraum nicht alles im Leben sein muß. Und schlielich kann ja auch der Alltag eines Beifahrers durchaus aufregend sein kann. Otte erweist sich nichta als militanter Autogegner, sondern als ascharfer Beobachter jener, die meinen, nicht ohne Auto auszukommen - Lerneffekt garantiert..."

Wiener Zeitung, Brigitte Suchan & Christina Mondolfo

 

"Autos sind out. Längst gibt es Bücher, die diesen Trend zelebrieren. Mit teilweise erschütternden Bekenntnissen: In "Goodbye Auto" outet sich Autor Carsten Otte als lappenlos - und das bereits seit 37 Jahren! Irgendwie habe er es aber trotzdem durchs Leben geschafft. Und jetzt, so seine triumphierende These, lohne es ja nicht mehr, den Führerschein noch zu machen. Denn in spätestens 15 Jahren gäbe es die Phantomautos. Oder Robos, wie er sie nennt. Das sind Autos, die eigenständig durch die Gegend rollen. Unter Experten fällt gerne das sperrige Wort "Fahrerassistenz-System". Fragt sich nur: Assistent für wen? Schon mal nicht für den guten alten Fahrlehrer aus Fleisch und Blut. Der wird nämlich an die Wand der aussterbenden Berufe gefahren. Ungefähr so wie die Daumenkinematografen vom Fernsehen 50 Jahre vorher. Daumenkinemato was? Sehen Sie, so schnell kann das gehen."

Hamburger Abendblatt, Daniela Pemöller

 

"Die vielen Anekdoten rund um den Sex-Appeal des rollenden Wohnzimmers, um den Geschwindigkeits-Mythos und die vielen Autofahrer-Macken machen den Charme des Buchs aus.  Die reizenden, mit leichter Hand geschriebenen Geschichten aus dem Kosmos unserer automobil geprägten Gesellschaft, einschließlich der Exkurse zu den Road-Movies etwa, dekorieren allerdings nur die Kernbotschaft des Buchs: Goodbye Auto ist ein kühler Abgesang auf 'ein antiquiertes Fortbewegungsmittel'.  Das Auto – ein Auslaufmodell. (...) Otte ist kein Öko-Papst, dogmatischer Nicht-Flieger oder Liegerad-Fahrer. Er steigt sehr gern ins Taxi und bezeichnet sich selbst als 'konsequent inkonsequent'. Er hält „Autofahrer nicht per se für Halunken“ und ist weniger an eine Abrechnung mit Rasern und Spritfressern interessiert - als an der Zukunft unseres Verkehrswesens."

Deutschlandfunk, Dirk Fuhrig

 

"In 60 amüsant und selbstironsich geschriebenen Erinnerungen erzählt Carsten Otte von seinem Leben ohne Fahrerlaubnis; von wütenden Parkplatzrowdys, sprachlosen Autoverkäuferinnen und verführerischen Urlaubsflirts - die ihn schließlich doch dazu brachten, sich einmal im Leben selbst hinter das Steuer zu setzen. Gleichzeitig schärft Otte aber auch den Blick für die Skurrilitäten der automoblisierten Welt: wie verlassene Parkhauswüsten oder überdimensionierte Geländewagen, denen mit Matsch aus der Spraydose der Anschein verliehen werden soll, ihrem Namen gerecht zu werden. Es ist eine Auto-Biografie, in der das Auto eben trotzdem eine wichtige Rolle spielt - die zu keinem Zeitpunkt belehrend wirkt, sondern die Lust am Autofahren zugesteht. Aber - mal nachdenklich, mal augenzwinkernd - aufzeigt: Keinen Führerschein zu haben kann das Leben schon jetzt viel einfacher machen."

NDR Kultur, Jan Ehlert

 

"Ottes Auto-Biographie ist ein vergnüglich zu lesender Versuch, Faszination und Wahn des Automobils zu verstehen."

BR LeseZeichen

 

"Ein unterhaltsames, heiteres Sachbuch mit manchmal erstem Zwischenton - so läßt sich Ottes neuestes Werk wohl am besten umschreiben. Genau die richtige Leküre für einen Nachmittag am Baggersee oder für den Urlaub."

Badisches Tagblatt, Yvonne Deck

 

"In Goodbye Auto erzählt Otte nicht nur von den ungeahnten Vorteilen eines Lebens als Beifahrer (wenn z.B. der Taxifahrer, der ihn beim Kloschüssel-Kauf im Baumarkt abholt, sich als Installateur herausstellt). Von der Tuning-Messe über Tankstelle, Raststätte und Waschstraße bis zur zweiten Reihe inspiziert er die Kultstätten des Autos und findet vielerorts Zeichen dafür, dass des deutschen liebstes Kind seinen Sonderstatus längst eingebüßt hat. Berichtet über erfolgreiche Fahrrad-Leihsysteme in Paris, Banker mit Dienstfahrrädern und spekuliert über den künftigen Erfolg von Fahrerassistenz-Technologie. Dass er dabei rhetorisch nicht brav 50 fährt, macht das Ganze zu einer unterhaltsamen Angelegenheit."

WDR 1Live, Christian Möller


"Ein Buch über Ottes Leben ohne Führerschein. Das klingt für viele wie eine selbstgewählte Behinderung. Wer sich allerdings die Nachteile des Autofahrens bewusst macht, relativiert das vielleicht ein wenig nach der Lektüre."
MDR Figaro, Stefan Maelk


"Der Radiojournalist und Romanautor hat recherchiert und gesammelt, er erinnert sich an eigene Geschichten und solche, die für die mobile Nachkriegsgeschichte entscheidend waren. Natürlich kommt die Ölkrise vor, in deren Folgen die autofreien Sonntage in den 70er Jahren eingeführt wurden, es geht um Tempolimits, die nach dem Krieg nur mühsam gesetzlich umgesetzt wurden und nicht zuletzt um eindrucksvolle Zahlen. 'Durchschnittlich zahlt der Deutsche rund 300.000 Euro in seinem Leben für seine Automobilität.' Der Wohnanhänger 'Weferlinger LC 9' aus dem VEB Heimstolz kommt ebenso vor wie die Erinnerung an kindliche Waschstraßenbegeisterung und jugendliche Tankstellenbesuche."
Deutschlandradio Kultur
, Manuela Reichart

 

"Carsten Otte ist keineswegs ein Autohasser. Der vor allem durch seine Rundfunk- und Zeitungsessays bekanntgewordene Autor gehört lediglich zu jener in Deutschland recht seltenen Spezies der Führerscheinlosen. Das eröffnet ungewohnte Betrachtungsperspektiven: Als Beifahrer, Fußgänger oder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel. Und als staunenden Beobachter einer »entwickelten automobilen Gesellschaft«, in der nicht nur der pure Besitz, sondern auch Preis, Ausstattung und Art der Benutzung eines PKW zu bestimmenden Faktoren des Selbstwertgefühls geworden sind. Das mag nicht verwundern, wenn sogar in Flaggschiffen des gehobenen »Qualitätsjournalismus« wie der Zeit, Autofahren in den Rang einer »zivilen Grundfähigkeit« erhoben wird.

60 Episoden hat Carsten Otte in »Goodbye Auto. Ein Leben ohne Führerschein« zusammengetragen. Er besuchte die Kathedralen des Autofetischismus wie Tiefgaragen, Tuningmessen, Waschanlagen und Fahrzeugfabriken. Er schildert die Begegnungen mit PS-Maniacs in der Grundschule, auf Campingplätzen bis hin zu autistischen Bastlern. Und er wird dabei von einem unerschütterlichen historischen Optimismus getragen: Aufgrund der sich verschärfenden Energie-, Umwelt- und Infrastrukturprobleme sei das Auto in seiner bisherigen Form ohnehin »ein Auslaufmodell«, ist Otte überzeugt."

junge Welt, Heiko Lindmüller

 

"Vegetarier verzichten aufs Fleisch, katholische Priester auf die Ehe und Carsten Otte verzichtet aufs Autofahren. Dabei ist der Schriftsteller und SWR2-Redakteuer kein reiner Ökofundi, sondern ein Nicht-Autofahrer aus Überzeugung. Seine Erfahrung mit dieser Überzeugung hat er in seinem jüngsten Buch 'Goodbye Auto. Ein Leben ohne Führerschein' beschrieben."

SWR2 Impuls, Doris Maull

 

"Carsten Otte beobachtet messerscharf und erzählt pointiert von seinen Erfahrungen zwischen Außenseitertum und gesellschaftlicher Avantgarde"

Nordwestradio, Thorsten Jantschek

 

"Carsten Ottes Erfahrungen mit einem autolosen Leben und seine Gedanken über die autofixierte Gesellschaft hat er in erfrischendem Stil zusammengetragen."
WDR 5 Neugier genügt

 

"Die Ferien sind zu Ende. Kilometerlange Blechlawinen, der Blick auf die Benzinpreise, Raststellenklos und Unfallmeldungen - das alles ist noch frisch im Gedächtnis. Wie schön wäre es doch ohne all das. Ohne Auto aber, so scheint es, geht gar nichts heutzutage. Von wegen, sagt Carsten Otte. Der überzeugte Nicht-Autofahrer, der nicht einmal einen Führerschein besitzt, kommt ganz gut ohne aus. Zu Fuß, mit Fahrrad, Bahn oder Flugzeug ist er alles andere als unbeweglich. In seinem Buch erzählt er davon, wie es sich als Führerscheinloser in einer Autowelt lebt. Dabei ist Goodbye Auto weder das Wehklagen eines Gehandicapten noch die Moralkeule eines Öko-Extremisten. Es ist eine 'Auto-Biografie', die amüsant und selbstironisch Geschichten und Anekdoten erzählt aus einem Leben, das - noch - ein Minderheitendasein ist."

MDR Artour

 

"Carsten Otte erzählt genial speedy. Als Mensch ohne Führerschein hat der Ich-Erzähler jede Erlaubnis, Tabus zu brechen. So entwickelt sich die Auto-Biographie tatsächlich zu einer unverwechselbaren Erzählform. - Ein rasantes Leseerlebnis über die heilige Kuh Auto und die Unmöglichkeit, sie mit rationalen Argumenten zu schlachten!"

Lesen in Tirol, Helmut Schönauer

 

"Wirklich amüsante und brilliant erzählte fazinierende selbst erlebte Reisegeschichten und mehr - ein Buch das wir absolut empfehlen können, auch als Urlaubslektüre. Ein Buch das wir ab sofort zu unseren Topfavoriten einreihen werden, weil es uns beim Lesen nicht nur oft zum Schmunzeln gebracht hat, sondern gleichzeitig umfassend über die Möglichkeiten nachhaltiger Mobilität informiert."

Ökonews.at

 

"Statt auf die IAA zu gehen, empfehlen wir die Lektüre von Goodbye Auto"

rbb kulturradio

 

"Das ist Ottes wichtigstes Verdienst: Zu zeigen, wie man die Autonarren auf ewig aus ihren Blechbüchsen herausholt. Eben nicht durch abstrakte Klimabilanzen und Weltuntergangsszenarien, sondern indem man sie sozial ächtet, indem man unumwunden sagt, wie peinlich und primitiv der Tanz ums blecherne Kalb ist. So könnte eine Zeit anbrechen, die Otte am Schluss hoffnungsvoll ausmalt: Dann stiftet nicht mehr die Automarke, sondern die Klimabilanz die bürgerliche Identität. Großstädte richten engmaschig Fahrrad-Leihstationen ein. Wir bewegen uns in computergesteuerten Minibussen fort, die das Rasen unmöglich machen. Diesen Weg hat Carsten Otte schon beschritten, da können die ewig Gestrigen noch so laut hupen."

SWR2 Buchkritik, Pascal Fischer

 

Produktion: flamme rouge gmbh // © Carsten Otte